Zivilleben

Neben den ausschweifenden Orgien der Oberschicht und blutigen Tierhetzen in den Amphitheatern bestand die ziviles römische Gesellschaft vor allem aus einer Vielzahl von einfachen Händlern, Handwerker, Arbeitern, Beamten, Priestern, Hausfrauen und Kindern. Mit der militärischen Eroberung der Provinzen hielten dort bald auch die römische Zivilisation, Lebensweise und Geisteswelt Einzug. Sie vermischten sich mit den vorhandenen lokalen Kulturen und hinterließen ihre noch heute sichtbaren Spuren in Form von Tempeln, Wasserleitungen, Straßen, Grabsteinen, Stadtgründungen, Hafenanlagen und zahlreichen Fundstücken von einfachen Haarnadeln bis hin zu prunkvollen Glasbechern.

Einen Ausschnitt aus dieser Lebenswelt versucht die I. ROEMERCOHORTE OPLADEN e.V. mit ihrem zivilen Zeltlager zu präsentieren. Es vermischt die Funktionen eines zivilen Trosses, an dessen Garküchen die Soldaten etwas Abwechslung zur Militärverpflegung fanden und bei dessen Händlern sie Beutestücke verkaufen und Ausrüstung kaufen konnten, mit Einblicken in die städtische Wohn- und Lebenswelt in den großen Städten der Provinzen. So werden Handwerkstechniken wieder lebendig und entfalten sich die Düfte der römischen Küche und die Farbenpracht antiker Kleidung und Kosmetik.